Triathletin aus Leidenschaft

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Veröffentlicht Dienstag, 26. September 2017, 15:16 Uhr

Kona unchained

Ich stehe kurz vor dem Abflug in ein neues Abenteuer meines Lebens. Nachdem ich beim Ironman in Frankfurt Anfang Juli die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii so überraschend klar gemacht habe, hat sich noch einiges getan.

Wenn man sich auf ein so besonderes Sportevent vorbereitet, richtet man sehr viel (einige Triathleten wahrscheinlich alles ;-) ) auf diesen Tag aus.
Was passiert aber am Tag danach?
Mein Ziel war es, in meinem Leben einen Ironman zu finishen. Lange habe ich gebraucht, bis ich körperlich dazu in der Lage war, um mich dafür überhaupt anzumelden. Es gab Zeiten, da habe ich selbst nicht mehr daran geglaubt, mir dieses „Geschenk“ selbst machen zu können. Nun ist es am 09.07. geschehen und ich habe in Frankfurt glücklich die Ziellinie erreicht.

Verrückt, dass ich mich nun in der finalen Vorbereitung auf die WM befinde, dafür auf einem neuen Rad sitze und mich so einige Trainingsstunden dafür „abgerackert“ habe.
So wie Gregor dazu einen kleinen Film gebastelt hat (siehe Link unten) läuft es aber nicht immer. Die letzten Wochen waren –gerade an den Wochenenden- vollgepackt mit langen Radausfahrten, die nicht immer von Sonnenschein und Windstille geprägt waren. Da ich nach meinem zweiten Triathlon (Frankfurt City Triathlon am 06. August) in diesem Jahr mit enormen Knöchel- und Fußproblemen (ja, diesmal keine Hüfte oder Knie) zu kämpfen hatte bzw. noch habe, konnte ich nur sehr wenig laufen und habe mein Training daher weitestgehend auf dem Rad abgespult. Warum nicht Aquajoggen als Alternativtraining? Einfache Antwort: keine Lust! Ich bin Amateursportler, mache das alles aus Lust und Laune und somit darf der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. Klar gibt es Tage, da habe ich auch auf dem Rad nicht den riesen Spaß, aber so ist das im Leben. Ohne Fleiß kein Preis. Aber wenn man sich zu bestimmten Dingen schon im vorhinein absolut überwinden muss, lässt man es doch lieber ganz sein.
Natürlich bin ich auch geschwommen. Ist man allerdings wie ich talentfrei, was diese Disziplin angeht, darf man mehr machen als so manch anderer Triathlet. So fahre ich jeden morgen mit meinem Stadträdchen zur Schwimmhalle und stehe Punkt 6 am Beckenrand. Und das von Montag bis Freitag. Da kommen zwar qualitativ keine tollen Kilometer zusammen, aber quantitativ eben schon. Trainingsmethodisch würde jeder Trainer die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum ich eben keinen Trainer habe und auch keinen möchte!
Ich möchte einfach das tun, was mit meinem Berufsleben vereinbar ist, mich sozialverträglich hält, mir Spaß bereitet und mich letztlich auch zu einem ausgeglichenem Menschen macht. Denn so ohne Sport kann ich nicht. Mehr Laufen zu können, einfach die Schuhe anzuziehen und raus in den Wald zu gehen würde vieles vereinfachen, aber es ist orthopädisch für mich einfach nicht umzusetzen. Nun habe ich mich an meinen „besonderen“ Tagesstart mit dem Schwimmen so gewöhnt, dass ich es nicht mehr missen möchte.

So, nun nochmal zum Anfang des Blogs. Das Ziel war EIN Ironman. Nun stehe ich schon vor der zweiten Langdistanz. Was ist jetzt mein Ziel? Das wurde ich in den letzten Wochen häufig gefragt. Schwierig zu beantworten. Aber dafür steht
der Titel „kona unchained“. Locker, frei und unverkrampft nach Hawaii reisen, einen unvergesslichen Urlaub haben, viele neue Menschen kennenlernen und das tun, was man am liebsten macht. Dann sehen wir mal, was dabei heraus kommt.

Hier der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=6kIHieEOBBU

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