Triathletin aus Leidenschaft

Aktuelles

Veröffentlicht Montag, 09. März 2015, 08:10 Uhr

Das beschreibt die momentane Situation am besten.
Derzeit verweile ich weit weg von zu Hause in Australien. Als „Vorhut“ sind wir schon seit ein paar Tagen den der Goldcoast und warten auf den restlichen Teil des DTU-Teams, der direkt vom ersten WTS-Rennen aus Abu Dhabi kommt.
Ich berichte jetzt einfach mal von meinen Eindrücken der letzten zwei Tage.

Generell waren die letzten Tage und Wochen sehr ereignisreich, sowohl aus privater, als auch aus beruflicher Sicht. „Rollercoaster-Like“ eben.
Aber auch wenn es mal nicht so läuft, wie man sich das vorstellt und man gefühlt in der Achterbahn nach unten fährt, sollte man nie den Kopf in den Sand stecken und das Beste aus jedem Tag machen!

So beschloss ich, den heutigen letzten „freien“ Tag nochmal so richtig zu nutzen und schwang mich voll motiviert auf mein Rad.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich das letzte Mal so gelitten habe wie heute. Die Aussies sind, was den Straßenbau in den Bergen angeht sehr pragmatisch. Das meint: Berg = bauen wir einfach eine Straße darüber, egal wie steil der Berg ist. Serpentinen? What does that mean???
So erlebte ich den Aufstieg auf den Mount Tamborine. Eines muss man den Aussies aber lassen: wenn sie schreiben, dass auf den nächsten 2,4km mit 18% Steigung zu rechnen ist, dann sind es auch genau 2,4km. Punkt. Und diese erbarmungslos, fast ausschließlich geradeaus. Ich dachte, ich sei sonst wo. Da fährt man von der flachen Küste nicht mal 50km in die Berge hinaus und steht an einem Anstieg, der am besten zu vergleichen ist mit dem Aufstieg zu den „Drei Zinnen“, Refugio Lavaredo. Das ist der Anstieg, den ich am ehesten mit dem heutigen vergleichen kann-allerdings ist dieser letzte Abschnitt der drei Zinnen, den ich meine „nur“ 4km lang (heute waren es 9km!).
Ich glaube, der Passo di Stelvio wäre mir heute lieber gewesen...unglaublich!
Natürlich gibt es an solchen Tagen keine einzige Wolke, die mal eben etwas Schatten spendet und man hat auch nur eine Flasche dabei, die natürlich im richtigen Moment leer ist. Meine mitgenommene Banane hatte mich vorher schon gerettet!
Oben angekommen habe ich heute vergeblich nach einem Café zum „reboost your sugers“ Ausschau gehalten, aber der Rückweg war ja um einiges schneller und der nächste Stop schon vorher ausgemacht. So holte ich mir die verbrauchten Kalorien mit diesem besagten Spruch der Kellnerin direkt wieder, die absolut verblüfft schaute, als wir über meine Tour sprachen.
Da muss ich direkt loswerden, dass der Kaffee hier ausgezeichnet ist! Da müssen wirkliche Barista am Werk sein. Ein Genuss!
Diese grandiose Natur und der Anblick von Kängurus und Koalas entschädigt aber auch für die Quälerei heute. Surfers Paradise habe ich übrigens auch schon „besichtigt“. Das Surfboard muss allerding noch auf seinen Einsatz warten.
Zu guter Letzt sprang ich noch mit den letzten Sonnenstrahlen in den Pool und konnte noch ein paar ruhige Bahnen ziehen.
Noch eines zum Thema Abendessen. In dem untergebrachten Sports Center ist so einiges los. So tummeln sich etliche Sportler unterschiedlichen Alters und Sportart. Nicht jedoch Sonntag Abend. So hat uns einer der Verantwortlichen gefragt, ob wir auch alleine zurecht kämen. Er hat uns in die Großküche eingewiesen und gezeigt, wo wir unser Essen in der Kühlkammer finden würden. Gesagt, getan. Mit dem Rad schnell zum Center gefahren und so habe ich noch mit Helm die Kühlkammer gestürmt. Wo gibt’s denn sowas? Genial!

Morgen geht es mit vollem Elan in die nächste Trainingsphase mit den Kurzdistanzlern, denn das nächste WTS-Rennen steht schon an: Auckland/NZL.
Auch dort werde ich vor Ort sein und alles tun, dass wir gute Ergebnisse mit nach Hause bringen!

Viele Grüße aus Down Under!

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