Triathletin aus Leidenschaft

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Veröffentlicht Samstag, 20. Dezember 2014, 15:08 Uhr

Von außen betrachtet trainiere ich eigentlich für NICHTS. Ich weiß nicht ob ich überhaupt bzw. wann ich wieder einen Triathlon bestreiten kann. Trotzdem mache ich weiter. Das Rad dreht sich immer weiter.
Heute ist so Tag, an dem man sich und sein Handeln wieder mal stärker hinterfragt. Heute morgen bin ich nach einer anstrengenden vorweihnachtlichen Arbeitswoche erstmal 5km geschwommen (nachdem ich gestern gleich 2x im Wasser war und 7km abgespult habe). Jeder, der mich kennt weiß, wie „mühsam“ ich mir jeden einzelnen Kilometer im Wasser erarbeite.
Dann gab es ein reichhaltiges Frühstück und weiter ging es auf’s Rennrad. Losgefahren noch im Trockenen, aber ziemlich schnell wurde es immer windiger und dann auch nass. Statt dann aber auf relativ direktem Weg heimzufahren, hängte ich noch eine Schleife auf meiner Runde ran, um auch wirklich auf 2,5 Stunden Fahrzeit zu kommen. Durchnässt und mehr oder weniger durchgefroren kam ich wieder zurück nach Hause.

Für mein Verhalten werde ich oftmals belächelt und selbst mein direktes Umfeld kann mich nicht verstehen, warum ich mir das „antue“.
„Antuen“ tue ich mir damit nichts, vielmehr gebe ich mir damit ein wahnsinnig gutes Gefühl und mir geht es dadurch extrem gut!
Klar würde ich morgens auch manchmal lieber im Bett liegen bleiben und noch eine Stunde länger schlafen, aber wenn ich nach der morgendlichen Schwimmeinheit auf der Arbeit erscheine, geht es mir einfach nur super.
Ein direktes Ziel zu haben, auf das ich hintrainiere, würde mir zwar durchaus helfen, aber letztendlich mache ich alles für MICH und mein Wohlbefinden. Wenn das nicht genug „Ziel“ und Motivation ist, dann weiß ich es auch nicht! Lob und Anerkennung von außerhalb ist zwar schön, aber noch besser ist es doch, mit sich selbst im Reinen zu sein und wie jetzt zufrieden auf dem Sofa zu sitzen und den Abend zum 4. Advent zu genießen.
In diesem Sinne: fröhliche Weihnachten!

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